Autoderm bringt KI-Hautanalyse als API nach Deutschland: CE-zertifizierte Lösung für Online-Apotheken & Telemedizin im Faktencheck
- KI trifft Hautgesundheit: Was macht Autoderm so besonders?
- Wie schlägt sich Autoderm im Alltag von Apotheken und Telemedizin?
- Wer profitiert besonders von der KI-Hautanalyse – und für wen ist sie weniger relevant?
- Technik, klinische Daten & Integration: Was steckt in Autoderm?
- Fazit & Empfehlung: Für wen lohnt sich der Autoderm-Einsatz?
- Wenn die Haut auf dem Smartphone landet: KI-Diagnostik als nächste Stufe digitaler Medizin?
TL;DR: TL;DR: Autoderm ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt für KI-gestützte Hautbildanalyse, das als API in bestehende Health- und Apothekensysteme integriert werden kann. Es liefert in Sekunden eine strukturierte Ersteinschätzung (Top-5 Diagnosen aus 73 Krankheitsbildern, 3 Risikostufen, Handlungsempfehlung) und ist als Triage-/Orientierungstool gedacht – nicht als Ersatz für ärztliche Diagnosen. Spannend ist es vor allem für Produktteams, Entwickler:innen und Entscheider:innen in Apotheken, Telemedizin, Kassen- und Versorgungsprogrammen, die dermatologische Orientierung digital verfügbar machen wollen.

KI trifft Hautgesundheit: Was macht Autoderm so besonders?
Das kann jeden Treffen: nach dem Duschen findet sich wie beiläufig beim Abtrocknen entdeckt, eine Hautstelle, die verändert aussieht. Ein Foto, eine Unsicherheit, ein „Ist das harmlos – oder sollte ich sofort handeln?“. Genau diese Lücke – zwischen Google-Panik und Facharzttermin in drei Wochen – ist der Raum, in dem KI-basierte Ersteinschätzung sinnvoll sein kann.
Autoderm ist kein Endkunden-Produkt, sondern bringt eine B2B-API, die andere Anbieter in ihre eigenen Journeys einbauen können – vom Chat in der Telemedizin über das Beratungsmodul einer Online-Apotheke bis zur Kassen-App. Autoderm positioniert sich dabei als klinisch validierte, CE-zertifizierte und datenschutzkonforme Lösung.

Wie schlägt sich Autoderm im Alltag von Apotheken und Telemedizin?
Dort wo Autoderm in Health-Apps oder Online-Gesundheits-Plattformen integriert wird, soll die KI-Lösung schnelle Orientierung und Triage in digitalen Workflows bieten– also genau dort, wo Zeit, Skalierung und ein sauberer Prozess zählen.

Was Autoderm laut Hersteller im Prozess liefert:
- Analyse einer Hautveränderung per Smartphone-Foto innerhalb von Sekunden
- Ausgabe der fünf wahrscheinlichsten Diagnosen aus 73 häufigen Hauterkrankungen
- Drei Risikostufen plus Handlungsvorschlag („Abwarten“, „Selbstmedikation“, „ärztlicher Besuch“)
Was das für Apps und Plattformen praktisch bedeutet: Statt „Bitte vereinbaren Sie einen Termin“ (Ende der Journey) kann ein Produktteam eine strukturierte nächste Aktion anbieten – inklusive Eskalationslogik, die sich in Telemedizin- oder Apothekenprozesse einfügt. Wichtig: Autoderm betont selbst, dass es keine ärztliche Diagnose ersetzt, sondern eine erste Orientierung liefert.
Wer profitiert besonders von der KI-Hautanalyse – und für wen ist sie weniger relevant?
Die Integration der API eignet sich offentlich besonders für:
- Online-Apotheken & (auch stationäre) Apotheken-Digitalservices, die eine medizinisch fundierte Ersteinschätzung als Serviceelement integrieren wollen (inkl. Abgrenzung „Selbstmedikation vs. Arztkontakt“).
- Telemedizin-Plattformen, die dermatologische Orientierung als vorgelagerten Schritt oder zur Priorisierung in Workflows nutzen.
- Krankenkassen & Versorgungsprogramme (Apps/Portale), die dermatologische Expertise ergänzen möchten.
- Pflegedienste/Versorger mit Bedarf an schneller Einordnung bei Hautauffälligkeiten.
- Hersteller von Hautpflegeprodukten (wenn sie digitale Hautgesundheits-Services anbieten und medizinische Orientierung integrieren möchten).
Weniger passend ist es für Organisationen, die eine endgültige Diagnose oder Therapieentscheidung als Output erwarten: Genau das ist nicht der Anspruch (und wäre regulatorisch auch eine andere Liga). Autoderm ist als Orientierungs-/Triage-Tool beschrieben. Setups, in denen ausschließlich eine ärztliche Begutachtung durch Fachpersonal zulässig oder gewünscht ist – dann sind teledermatologische Dienste mit Dermatolog:innen der direktere Weg (dafür weniger skalierbar). Allerdings kann bei diesen Prozessen eine Integration trotzdem Sinn ergeben.
Technik, klinische Daten & Integration: Was steckt in Autoderm?
Autoderm wird als vollwertiger API-Service für KI-Hautanalyse beschrieben – laut Pressemitteilung aktuell die erste und einzige Lösung in Deutschland, die das in dieser Form anbietet. Klinische und praktische Evidenz sind laut eigenen Angaben und benannten Studien:
- > 2 Millionen API-basierte Analysen weltweit (Herstellerangabe).
- Einsatz in Großbritannien und Europa, u. a. bei einer führenden britischen Apotheken- und Drogeriekette (vermutlich BOOTS, Anm. der Redaktion), der britischen Gesundheits-App myGP sowie der polnischen Plattform Medmetrix.
- Eine unter Alltagsbedingungen getestete Studie in hausärztlichen Praxen (Katalonien) beschreibt u. a.: KI diagnostisch etwa auf Niveau der Hausärzt:innen, Dermatolog:innen höher; 92 % der Hausärzt:innen empfanden die KI als hilfreich; in 34 % der Fälle wäre ein Dermatologie-Termin vermeidbar gewesen.*
- Eine weitere Auswertung mit Bildfällen (Vergleich mit zertifizierten Online-Dermatolog:innen) nennt: Dermatolog:innen 93 % richtige Diagnosen; KI Top-5-Treffer 93 %; korrekte Therapieempfehlungen der KI 95 % (Studienzusammenfassung in deinen Unterlagen).*
- Außerdem seien laut Hersteller im Zeitraum Mai 2025 rund 95 % der Therapieempfehlungen korrekt gewesen.
Autoderm ist als Medizinprodukt durch die CE-Zertifizierung offiziell als sicher und wirksam anerkannt – das garantiert Nutzer:innen und Anbietern ein solides Qualitätsniveau. Die API-Integration ermöglicht die unkomplizierte Einbindung in bestehende Online-Shops, Apotheken-Software oder Telemedizin-Plattformen. Ganz wichtig: Die Hautbildanalyse ersetzt keinen Arztbesuch, sondern liefert schnell eine erste Orientierung mit Handlungsempfehlung. Das bewahrt nicht nur vor Panik, sondern erlaubt auch einen effizienten Einstieg in Beratung, Selbstmedikation oder Sofortmaßnahmen.
| Eigenschaft | Herstellerangabe / Fakten | Einordnung für das App-Entwickler-/ Produktteam |
|---|---|---|
| Produktform | API-basierte KI-Hautanalyse | Für Plattformen interessant, die in eigene Journeys integrieren wollen |
| Medizinprodukt | CE-zertifiziert | Relevanter Unterschied zu vielen Consumer-Tools |
| Output | Top-5 Diagnosen, 3 Risikostufen, Handlungsvorschlag | Gut für Triage & Routing, nicht als „finale Diagnose“ gedacht |
| Diagnose-Spektrum | 73 häufige Hauterkrankungen | Breites Basisspektrum (u. a. Ekzeme, Psoriasis, Infektionen, Tumoren) |
| Datenschutz/Hosting | Anonyme, nicht identifizierbare Bilder; Server in Deutschland | Für viele Health-Setups ein zentrales Einkaufskriterium |
| Praxiserfahrung | > 2 Mio. Analysen; Einsatz in UK/EU | Signal für Reifegrad – ersetzt aber nicht die eigene Validierung im Ziel-Workflow |
Fazit & Empfehlung: Für wen lohnt sich der Autoderm-Einsatz?
Autoderm wirkt wie ein Produkt, das eine sehr konkrete Lücke adressiert: Dermatologische Orientierung als skalierbarer Baustein, ohne dass jede Plattform selbst ein KI-Modell entwickeln (und regulatorisch absichern) muss. Die Kombination aus CE-Zertifizierung, API-Ansatz, deutschem Hosting und der beschriebenen Evidenzlage macht das Angebot besonders relevant für Health-Teams, die Triage, Routing und Servicequalität in digitalen Journeys verbessern wollen.
Gleichzeitig ist die Grenze klar: Autoderm ist als Ersteinschätzung positioniert, nicht als Ersatz für ärztliche Diagnostik – das muss auch im Produktdesign sauber kommuniziert und prozessual abgefedert werden.
Autoderm als "Whitelabel-Lösung" ist geeignet, wenn:
✅ Ja, wenn du Haut-Themen in einer Plattform hast und Orientierung + Handlungsempfehlung als nächsten sinnvollen Step brauchst (Apotheke/Telemedizin/Kasse/Versorgung).
⚖️ Ja, aber nur sauber eingebettet, wenn regulatorische, medizinische und UX-Fragen (Hinweise, Eskalationspfade, Dokumentation) in deinem Setup kritisch sind.
❌ Eher nein, wenn du ausschließlich finale ärztliche Diagnosen oder Therapieentscheidungen als Output erwartest – dafür ist der Claim ausdrücklich nicht gedacht.
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Wenn die Haut auf dem Smartphone landet: KI-Diagnostik als nächste Stufe digitaler Medizin?

Was Autoderm exemplarisch zeigt: KI in der Medizin ist (im besten Fall) nicht „Magie“, sondern Infrastruktur. Eine API, die Entscheidungen nicht ersetzt, aber Prozesse besser macht – schneller, strukturierter, skalierbarer.
Und genau da wird’s für das Gesundheitswesen spannend: Nicht, weil KI plötzlich Ärzt:innen „ablöst“, sondern weil sie in Engpass-Situationen (Zugang zu Dermatologie, Wartezeiten, Unsicherheit) früher Orientierung ermöglicht. Die in deinen Unterlagen zusammengefassten Studienpunkte zielen genau auf diesen Nutzen: Entscheidungsunterstützung, Triage, potenziell weniger unnötige Überweisungen – bei gleichzeitig klarer Rollenverteilung zwischen Tool und Ärzt:in.
In einer 2025 veröffentlichten Studie im Fachmagazin “Scientific Reports” zeigte sich, dass Autoderm unter Alltagsbedingungen sogar besser als Online-Hautärzte bei der korrekt gegebenen Therapieempfehlung abschnitt (95 % zu 93 %). Nutzer:innen profitieren also von einer verlässlichen, prompten und studienbasierten Entscheidungshilfe. Die Erfahrungen der Praxis belegen: Digitale Hautanalysen sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern helfen heute schon Millionen Menschen – von der schnellen Einschätzung bis hin zur richtigen Beratung und weiteren Versorgung.
Häufige Fragen zu Autoderm (FAQ)
Ersetzt Autoderm eine ärztliche Untersuchung?
Nein. Autoderm ist als erste Orientierung gedacht und ersetzt laut Hersteller keine ärztliche Diagnose.
Welche Hauterkrankungen deckt Autoderm ab?
Autoderm nennt ein Spektrum von 73 häufigen Hauterkrankungen (u. a. Ekzeme, Psoriasis, bakterielle Infektionen, Tumoren, genitale Dermatosen).
Wie sieht der Output konkret aus?
Top-5 Diagnosen, Einordnung in drei Risikostufen und ein Handlungsvorschlag („Abwarten“, „Selbstmedikation“, „ärztlicher Besuch“).
Was ist zum Datenschutz bekannt?
Die Verarbeitung erfolgt laut Pressemitteilung datenschutzkonform, mit anonymen, nicht identifizierbaren Bildern und Servern in Deutschland.
Welche Evidenz wird genannt?
In deinen Unterlagen werden u. a. Ergebnisse aus der Primärversorgung (Hausarztpraxen) sowie ein Bildfall-Vergleich mit Online-Dermatolog:innen zusammengefasst (u. a. Top-5-Trefferquoten und Therapieempfehlungs-Genauigkeit).
*Weitere Infos, Herstellerangaben & Quellen
Herstellerangaben / Produkt- und Launch-Infos (CE-Status, API-Ansatz, 73 Krankheitsbilder, Hosting in Deutschland, Einsatzpartner, >2 Mio. Analysen, Zitate): Pressemitteilung „Autoderm startet in Deutschland“ (Dezember 2025).
Studien-/Evidenz-Zusammenfassungen (Hausarztpraxen-Studie, Vergleichsdaten mit Online-Dermatolog:innen, Kennzahlen wie Top-5-Treffer und Therapieempfehlungen): „Hintergrundinfos Autoderm – Studien“.
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